Mein erster Tandemsprung

Danke. Danke. Danke.

Fallschirmsprung 01Mein Dank geht … … an alle „Verursacher“ … für die tolle Überraschung …
an Thomas, der mich mit seinem Fallschirm heil runter gebracht hat; …
an Steve, der die tollen Videoaufnahmen gemacht hat.

 

Eigentlich wollte ich schon immer mal Fallschirm springen. Jedoch hat sich nie die Zeit ergeben … vielleicht war ich auch nur nicht genug hinter her, um das ganze in die Wege zu leiten. Kurz und Gut, die letzten Jahre ist es nie geworden. Zu meinem 50. Geburtstag wurde ich dann mit einem Gutschein für einen Tandemsprung überrascht. Über den „Air Service Berlin“ wurde ich dann weitergeleitet an „Take Off“ in Fehrbellin. Dort finden Flüge für Fallschirmspringer statt. Und von „Take Off“ werden auch die Tandemsprünge realisiert. Der Flieger ist für 18 Personen zugelassen und sieht von außen gar nicht danach aus.

Das Prinzip

Das ganze funktioniert, wie der Name schon sagt, als Tandem. Der eigentliche Springer hat den Fallschirm, der Tandemgast wird als zweiter an diesen angeschnallt. Und die beiden zusammen nutzen dann einen Schirm.
Die Begrüßung ist nett und zwanglos. Gefolgt von der 20-30 minütigen Einweisung am Boden. Das war es schon. Es kann dann sofort losgehen. Das Flugzeug schraubt sich dann in 15-20 Minuten auf eine Höhe von ca. 4000 Metern.
Es folgt der eigentliche Sprung ins Leere. Ca 50-60 Sekunden. Danach das gemütliche zum Boden gleiten und die sanfte Landung. Das war es auch schon.

Es geht los

Da das Wetter eine große Rolle spielt, hatte ich den Sprung an diesem Tag schon fast abgeschrieben gehabt. Die beiden Wochen davor waren durchweg schlecht. Verregnet, dichte Wolkendecke und kalt war es auch noch. Wie durch ein Wunder ist es aber genau an diesem Tag schön geworden. Klarer Himmel, fast keine Wolken und über 20 ° Celsius. Also optimales Wetter.
Also hab ich zwei Stunden vorher angerufen, ob alles klar geht, das wurde mir bestätigt und 90 MInuten vorher ging es dann los. Die Autobahnen waren ziemlich voll. Auf der Gegenseite kam es wegen einem Unfall zum Stau, bis Stillstand. Auf unserer Seite ging es wegen der Gaffer nur langsam vorwärts. Trotzdem sind wir alle ( die Geburtstagssprung-Verursacher und ich) pünktlich angekommen. Es war leicht zu finden, da es überall augeschildert war. Bei der Ankunft stellte sich heraus, daß noch eine andere Gruppe vor mir springt.
So hatten wir genug Zeit uns alles anzuschauen. Das ganze Procedere der Vorbereitung, den Abflug, und die Landung der Springer. So konnten wir uns die optimalen Plätze zu fotografieren suchen.

Die Vorbereitung

Die Vorbereitung waren recht easy. Alle Kommandos wurden erklärt, die Körperhaltung gezeigt. Als ich die ersten Bilder in der Springerkombi von mir gesehen habe, kam mir spontan der Begriff „Presswurst“ in den Sinn. Dann ging es auch schon zum Flieger.

Der Sprung

Bis dahin gab es nicht die geringste Aufregung. Lediglich warm war mir in der engen Kombi. Fliegen kannte ich auch schon, also war auch das nicht das Problem. Ab ca. 3000 Meter merkte man schon, daß die Luft etwas weniger wird und man öfter mal einen Druckausgleich machen sollte. ( Nase zuhalten und dann pressen). Das war auch der Moment, wo der Kopf langsam etwas Farbe bekam.
Dann kam die 4000 Meter Sprunghöhe, die Leute im Flieger wurden immer weniger, waren ja auch keine guten Sitzplätze :-). Man sitzt am Boden hintereinander in sich verkeilt. Mein Tandem-Springer selbst saß noch auf der Kante, ich selbst hing schon draussen. Und nach der Frage „go?“ ging es ab in die Tiefe.
Beschreiben kann man das ncht, man muß es erlebt haben. Unbeschreiblich. Herrlich. Genial. Einfach super. Unglaublich. Ca. 50 Sekunden dauerte der freie Fall. Ein unvergessliches Erlebnis. Dieser Moment war leider einfach zu kurz. Dann wurde der Fallschirm gezogen und man selbst wird ziemlich arg in das Gurtgeschirr gedrückt. Nach ein paar Sekunden hat sich das dann gegeben und ich konnte die Gurte um die Oberschenkel etwas bequemer rücken. Ab da war es ein gemütliches „nach unten gleiten“.

Fazit

Es war einer der spannensten Momente in meinem Leben. Und ich möchte noch einmal allen danken, die mir zu diesem Tag „verholfen“ haben. Den werde ich so schnell nicht vergessen.
Von diesen Fotos hier abgesehen gibt es noch ein sehr gut gemachtes Video von „Take Off“ , welches bei meinem Sprung gedreht wurde. Und selbst gefilmt habe ich auch noch. Diese Videos werde ich noch etwas bearbeiten und dann als Stream zur Verfügung stellen.

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