Der Rosinenbomber

Das gab es nur in Berlin.

Der Rosinenbomber vornDer Rosinenbomber

Der Flughafen Tempelhof ist seit der Berliner Luftbrücke fest mit dem Begriff Rosinenbomber verbunden. Um so schöner, daß es wirklich noch eine flugfähige Maschine gibt, welche Rundflüge über Berlin absolviert.

 

Ich habe den Rundflug (Juni 2008) noch in Tempelhof absolviert. Das gehört meiner Meinung nach einfach zusammen. Nach der Schließung des Flughafen Tempelhof fliegt die Maschine nur noch von Schönefeld ab. Ich bin aber der Meinung, daß dort etwas vom Flair fehlt.

Die Vorbereitung

Nach der Anmeldung, eine Stunde vor Abflug am Air-Berlin-Schalter, ging es in die OffiziersLounge. Für eine junge Frau hatte sich hier das ganze schon erledigt, da sie ihren Perso nicht bei hatte.
In die OffiziersLounge gab es einen Sekt-Empfang, mit Musik aus den 40er Jahren und einer tollen Aussicht auf das Flugfeld Tempelhof. Für das leibliche Wohl wurde reichlich gesorgt.
Kurz vor Abflug wurde in einem Mini-Kino eine Dokumentation über die Geschichte der Luftbrücke gezeigt und von unserer netten Flugbegleitung die Geschichte in kurzen Abrissen nochmals in Erinnerung gebracht. Das ganze war sehr gut gemacht.

Der Flug

Dann war es endlich so weit. Wir befanden uns auf einem Flughafen, also waren auch die Sicherheitsbestimmungen genau wie bei jedem anderen Flug. Erst die Kontrolle, dann der Fußweg zum Flugzeug.
Das Flugzeug selbst, eine DC3 mit langer Geschichte, wurde wirklich 1948 bei der Berliner Luftbrücke eingesetzt. Es ist also nicht nur der gleiche Typ. Es wurden gemütliche breite Ledersitze eingebaut, die beim damaligen Lastentransport natürlich nicht darin zu finden waren. Zusammen waren es 25 Sitzplätze, damit fast jeder zahlende Gast einen Fensterplatz sein Eigen nennen konnte. Links waren es Single-Plätze. Rechts waren es Doppelsitze, was der Sache aber keinen Abbruch tat. Sehen konnte man eine ganze Menge.

Über Berlin

Berlin von oben zu sehen ist immer ein Erlebnis. Die Route führte uns von Tempelhof in Richtung Treptow. Dort wurde gewendet und wir flogen die Spree entlang in Richtung Zentrum. Oberbaum-Brücke, Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Regierungsviertel, Funkturm, Wannsee bis nach Portsdam.
Über Potsdam wurde gewendet und am Park Sanssouci – Schloss Sanssouci vorbei ging es dann wieder zurück nach Berlin. Zur Landung in Tempelhof.

Zurück

Selbstverständlich wollte jeder nach dem Flug noch das Flugzeug genau ansehen und Fotos für das Familienalbum machen. Dazu war nach dem Flug reichlich Zeit. Unser Flugkapitän und seine Flug-Begleiterin standen Rede und Antwort und so war es ein wunderschöner Tag, den man so schnell nicht vergisst.
Ich kann es nur jedem Empfehlen. Der Rosinenbomber fällt mit der Schließung des Flughafens Tempelhof nicht weg. er wird weiter seine Flüge absolvieren, dann aber von Schönefeld aus. Wer es also auch noch mal probieren möchte, bevor es diesen Event nicht mehr gibt … ab zum Flughafen Berlin Schönefeld.

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