Berliner Unterwelten

Berlin Untertage.

BunkerBerlin hat eine lange Geschichte. Diese wird von vielen Vereinen zusammengetragen und interessiertem Publikum dargeboten. Einer dieser Vereine heißt „Berliner-Unterwelten e.V.“ Er hat es sich zum Ziel gesetzt, Stadtgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu vermitteln und eine ständige Ausstellung aufzubauen, das Berliner Unterwelten-Museum.

 

Steigen Sie mit ihm hinab in die faszinierende Unterwelt Berlins. Tipp : Wer sich die Homepage des Vereins anschauen möchte , der kann bei der Startseite öfter mal auf „Aktualisieren“ klicken. Bereits dort wird ständig ein neues Bild aus dem Berliner Untergrund gezeigt. Mir selbst haben diese Führungen sehr viel Spaß gemacht und waren sehr sehr interessant.
2005 habe ich folgende Touren besucht :

Die Bunkertour 1.

Die Bunkertour Nr.1 zeigt die Spuren des Kalten Krieges unter Berlin. Gezeigt wird die Zivilschutzanlage unter dem Blochplatz. Der Verlauf der „unterirdischen Grenze“ während der Teilung Berlins.
Die Welt der „Geisterbahnhöfe“, wo West-U-Bahnen den Ostteil der Stadt ohne Stopp unterquerten. Die Sicherung der Kanalisation gegen Fluchtversuche in den Westen werden hierbei erläutert.
Sehr interessant war die Vorführung der Funktionsweise einer „modernen“ Schutzanlage im U-Bahnhof Pankstraße mit seinem Schleusensystem gegen chemische Verseuchung.
==> Dauer der Veranstaltung ca 90 Minuten .

Die Bunkertour 2.

Die Tour Nr. 2 führt durch das Innere der Flakturmruine im Volkspark Humboldthain. Es werden zwei von insgesamt sieben Geschossen der größten Bunkeranlage Berlins gezeigt. Freitragende Abdeckungen und Brücken bieten schwindelerregende Blicke in die Tiefe.
Mit einem Diavortrag wird die Geschichte des Bauwerkes gezeigt.
Bei dieser Tour habe ich viel über die Geschichte der Berliner Flaktürme gelernt. Sie wurde vom Verein mit einem Dia und Filmvortrag verbunden.
==> Dauer der Veranstaltung ca 90 Minuten .

Die Bunkertour 3.

Die Bunkertour Nr.3 führt uns zum Bunker B und C am U-Bahnhof Gesundbrunnen.
Im Unterwelten-Museum werden Schwerpunkte wie Bombenkrieg und Luftschutz thematisiert.
Gezeigt werden zudem Funde aus Bunkern des ehemaligen Regierungsviertels sowie Kriegsschrott und Bodenfunde als Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkrieges.
Das Unterwelten-Museum zeigt zudem Bilder und Exponate der Berliner Rohrpost, der Brauereikeller und des Abwassersystems.
==> Dauer der Veranstaltung ca 90 Minuten .

Die Bunkertour Sonderführung.

Diese Tour führte mich nochmals in das Innere der Flakturmruine im Volkspark Humboldthain. Leider war auch hier, wie abei allen Touren, das fotografieren wieder verboten.
Die Sonderführung „Humboldhain Extrem“ war mehr eine Bergsteigertour als eine Führung. Am Anfang ( ca. 1 Stunde ) entsprach sie ungefähr der Bunkertour Nr.2, wurde aber von einem anderen Vereinsmitglied geführt. So war es doch ein klein bischen anders als beim ersten Mal.
Der eigentliche Abstieg hat viel Spaß gemacht und war sehr interessant. Er führte von der 4. Etage hinab in das Erdgeschoß ohne jede Treppe. Es standen nur Leitern oder die Schutthalden als Weg zur Verfügung. Herabhängende Trümmerteile waren genauso gefährlich wie überall zu findende Löcher im Boden, durch die man schnell als erster unten ankommen konnte. Alte Bunkerinschriften wurden ebenso erklärt, wie die räumliche Aufteilung und die Funktionsweisen der einzelnen Räume im Erdgeschoß.
Ganz sportliche konnten auch noch in den Keller hinabsteigen, der allerdings nur ca. 1,50 Meter hoch war und darum für nicht geübte ganz schön in die Knie geht.
==> Dauer der Veranstaltung ca. 3 Stunden 20 Minuten .

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